Rue du Baigneur - 75018 Paris - Gründungsort


La Femis
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 Die Filmhochschule La Fémis gilt als Nachfolgerin des Institut des hautes études cinématographiques (IDHEC). Das IDHEC war 1943 von dem Komponisten Yves Baudrier gegründet worden, der dort von 1945 bis 1965 unterrichtete und einen dreijährigen berufsbezogenen Unterricht (u. a. Regie und Schnitt) anbot. Unter den Absolventen des IDHEC befanden sich so bekannte Regisseure wie Louis Malle, Jean-Jacques Annaud, Claude Miller, Claude Sautet und Volker Schlöndorff.

Die École Nationale Supérieure des métiers de l’image et du son wurde 1986 gegründet. Seit 1999 ist die Filmhochschule in den ehemaligen Rapid Films-Pathé-Studios in der Rue Francoeur auf dem Montmartre beheimatet, in denen so bekannte Filmemacher wie Jean Renoir, Marcel Carné, Jean Cocteau oder Jean-Jacques Annaud ihre Filme realisierten. Entstanden ist das Studio 1926 durch den unter dem Vichy-Regime 1942 als Juden deportierten bedeutenden französischen Filmproduzenten Bernard Natan. 1997 gewann das Architekturbüro von Yves Lion den Rekonstruktionswettbewerb.

 

                   Jean Gabin

Jean Gabin
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Der Sohn zweier Varietékünstler, Ferdinand Gabin (1868–1933) und Hélène Petit (1865–1918), wirkte in rund hundert Filmen mit. Seine Leinwandpräsenz und sein minimalistischer Stil machten ihn zu einer Ikone des französischen Kinos. Doch zunächst wollte er gar nicht ins Rampenlicht, er riss sogar von zu Hause aus. Er arbeitete auch in der Fabrik, bis ihn seine Eltern überzeugen konnten, auf der Bühneaufzutreten. Er begann zunächst als Statist und wirkte als Sänger und Tänzer in Operetten und Vaudeville-Stücken mit.

1930 ging er zum Film und wurde 1937 mit Pépé le Moko – Im Dunkel von Algier zum Star. In diesem Film sang er auch das Titellied. Bereits die drei folgenden Filme Die große Illusion, Hafen im Nebel und Bestie Mensch machten ihn mit Mitte dreißig zum Mythos und bedeutenden Darsteller des poetischen Realismus in Frankreich.

1941 folgte er seiner großen Liebe Marlene Dietrich nach Hollywood, wo er zwei Filme drehte. Doch er kehrte nach Europa zurück und trat 1943 in die Freien Französischen Streitkräfte ein, in die Forces navales françaises libres der französischen Marine. Er nahm als Panzerkommandant der fusiliers marins (2. Panzerdivision) an der Befreiung Frankreichs teil und erhielt hohe Auszeichnungen. Nach Kriegsende verließ er die Armee.

Dalida
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Dalida wurde 1933 in Kairo als zweites von drei Kindern geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend vorwiegend in Ägypten, da ihr Vater Pietro Gigliotti als erster Geiger am Kairoer Opernhaus engagiert war. Ihre Großeltern waren um die Jahrhundertwende aus der Provinz Catanzaro im süditalienischen Kalabrien ausgewandert. Dalida besuchte eine katholische Schule. 1951 nahm sie erstmals an einem Schönheitswettbewerb teil. Drei Jahre später wurde sie zur „Miss Ägypten“ gewählt und spielte kleinere Nebenrollen in den Filmen Joseph et ses frères, The Mask of Toutankhamon und A Glass and a Cigarette. Am 25. Dezember 1954 ging sie nach Paris, um Schauspielerin zu werden. Sie wirkte in zwei Filmen als Nebendarstellerin mit.

Dalidas Laufbahn als Sängerin begann am 9. April 1956 im Pariser Olympia mit der französischen Version von Stranger in Paradise (Etrangère au Paradis). Bei diesem Nachwuchswettbewerb wurde sie entdeckt vom Chef des Hauses, Bruno Coquatrix, sowie dem Plattenproduzenten Eddie Barclay und dem Programmdirektor des Senders Europe 1, Lucien Morisse.